Swiss Open: Legendärer Start in die neue Saison

Malaysias Legen siegen im Regu A, Kölner Frauen im Regu B, GWE im Doppel, Graz bei den Damen

Die europäische Turnierserie ist in eine neue Saison gestartet. Im Doppel begann das Jahr, wie das vergangene aufgehört hat: GW Eimsbüttel triumphierte. Anders als beim Abschlussturnier in Köln ging es diesmal auch gegen Konkurrenz aus Malaysia. Vor allem im Regu traten die Gäste aus Südostasien mit starken Teams an. Gewinnen konnte schließlich eine Mannschaft, die in den 1990er Jahren als beste der Welt galt. Die zwar optisch in die Jahre gekommenen Herren um Superstar Zabidi Shariff beherrschte die europäische Konkurrenz.

Regu Division A:

Mit PKNS, MAS Airlines und dem oben genannten Legenden stand gleich drei Teams aus Malaysia im Halbfinale. Nur Elmshorn 1 konnte die Phalanx zumindest etwas aufbrechen, war aber gegen die Legends chancenlos. Ungewohnt früh im Viertelfinale kam es zum europäischen Klassiker gegen Köln 1. Die Kölner mussten nach Verletzung von Thomas Kaiser die Aufstellung verändern, Francesco Schäfer feedete für Khalil Döring während Gunnar Vogt sich mal wieder am Aufschlag versuchte. Das gelang im ersten Satz hervorragend, in den Folgesätzen waren die eingespielten Emshorner konstanter und siegten verdient. Damit erreichten die dezimierte Kölner Mannschaft zum ersten Mal seit Beginn der Turniere im Jahr 2002 nicht das Halbfinale.

Alle Ergebnisse im Überblick

Regu Division B:

In der zweiten Division zeigten einmal mehr die Kölner Frauen, dass sie in der Herrenkonkurrenz vorzüglich mithalten können. Daruny Phomsaphao, Jenny Thirakul, Anne Souverein und Judith Souverein gewannen diese Disziplin und konnten so ihre unglücklich Niederlage gegen Graz im Frauen-Finale wieder gerade biegen.

Double:

Amran Salleh, Christian Rieck und Sebastian Schürmann (GW Eimsbüttel) gewannen im Finale gegen Malaysia Airline 1, die Emshorn 2 in einem knappen Halbfinale besiegten. Die Favoriten aus Norddeutschland mussten sich erst ins Turnier beißen und hatten im Viertelfinale Mühe, gegen eine spontan formierte Crew aus aktuellen und ehemaligen Footbagspielern zu bestehen. Das Multi-Kulti-Team hatte allerdings einige Erfahrung mit dem Rattanball vorzuweisen: Arthur Ledain aus Paris bereitet sich in Thailand vor, mit Jeremy Mirken stand ein US-Nationalspieler auf dem Platz und auch für den Berliner Toni Fritsch war es nicht der erste gute Auftritt auf dem Takrawparkett.

Die nächste Gelegenheit sich gegen internationale Konkurrenz zu beweisen, haben Spieler des DSTV vom 4. bis 10 Mai in Thailand. Nach einem vorgelagerten Trainingslager treten Spieler aus Kiel und Köln für Deutschland beim Kings Cup in Bangkok an.

Für das Startbild mit dem Duell am Netz zwischen Christian Rieck (grün) und Jeremy Mirken (block) geht unser Dank an Robert Varadi. Weitere seiner Bilder vom Turnier gibt es hier zu sehen.