Swiss Open: Köln gewinnt im Doppel, Frankreich überzeugt im Regu, DSTV gewinnt ISTAF-Event

REGU DIVISION A:

Der Auftakt in die aktuelle Takraw-Saison war kein gewöhnlicher. Zum ersten Mal seit in Europa offizielle Turniere ausgetragen werden, stand im Regu-Wettbewerb kein deutsches oder asiatisches Team ganz oben auf dem Podest, sondern eine Equipe aus Frankreich: Evry 1 heißt der verdiente Sieger der 14. Swiss Open 2016.

Der Verein aus der Nähe von Paris ging mit Arthur, Julien und Jean-Charles an den Start und schlug zum Auftakt Elmshorn 2 mit Amran Salleh, Simon Voss, Kevin Tanay und Sadiah Salleh. Dass die drei Franzosen allerdings nur wenige gemeinsame Trainingsgelegenheiten hatten, zeigte sich im Vorrundenspiel gegen Basel 1. Die Schweizer gewannen nicht nur die Partie, sondern holten sich auch den Gruppensieg vor Evry 1 – Elmshorn 2 schied in dieser starken Gruppe bereits in der Vorrunde aus.

Da sich Köln 1, bei dem der geliehenen Striker Ruzaidi den Altersdurchschnitt nochmal ordentlich hochschraubte, souverän in seiner Gruppe durchsetzte, kam es schon im Viertelfinale zu einem Match, das auch hätte später im Turnier stattfinden können: Evry 1 setzte sich hier verdient gegen Köln durch. Mit Elmshorn 1 (Simon Saborowski, Joschka Sebrantke und Robert Dolezik) schied ein weiteres, hochgehandeltes DSTV-Team gegen Belgien 1 bereits im Viertelfinale aus. Vor allem auf der Strikerposition fehlten den deutschen Regus wichtige Spieler und so übernahmen die fränzösischen Mannschaften die „deutsche Rolle“ ein und zogen mit drei Teams ins Halbfinale (Straßburg 1, Toulouse 1, Evry 1).

Besonders Toulouse, die Gastgeber des kommenden Turniers (23./24.April), überraschten alle, wehrten im Halbfinale einen Matchball gegen Belgien ab und holten sich im Finale gegen Evry den 1. Satz. Die Pariser, die ihren verletzten Feeder Jean-Charles gegen Bertrand auswechseln mussten, rafften sich aber Dank starker Aufschläge von Julien noch einmal auf und holten sich Sieg.

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REGU DIVISION B:

Neben den guten Auftritten in Division A schickten die Gastgeber auch in Division ein starkes Team ins Rennen: Basel 2, bei denen Striker Em bereits Länderspielerfahrung für die Schweiz sammeln durfte, führte sein Team zu einem knappen Finalerfolg gegen Toulouse 2. Bereits im Halbfinale konnten Sie sich gegen Köln 2 und damit gegen das einzige DSTV-Team in Division B durchsetzten.

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DOPPEL:

Im Doppel sah es nach der Niederlage von Simon V. und Amran gegen Toulouse 1 in der ersten Runde zunächst so aus, als sollte sich die deutsche Pechsträhne auch im 2 gegen 2 fortführen. Letztlich schafften es allerdings in dieser Disziplin drei deutsche Teams in Halbfinale. Köln 1 (Francesco Schäfer, Gunnar Vogt – und mehr als nur unterstützt von Arthur Ledain aus Paris) gewannen knapp in zwei Sätzen gegen „Jo To“ (Joschka Sebrantke und Thomas Kaiser), während Elmshorn 1 (Simon Saborwoski und Robert Dolezik) sich gegen Basel 1 durchsetzten. So kam es im Finale durch noch zum Klassiker, den Köln 1 knapp für sich entscheiden konnte (5:15, 15:13, 16:14).

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ISTAF SUPER SERIES QUALIFIER:

Wie kurz vor dem Turnier bekannt wurde, sollte bei den Swiss Open zudem ein vom Weltverband ISTAF anerkanntes Qualifikations-Turnier stattfinden, bei dem sich die beiden besten Nationalteams für die internationale Super Series in Asien qualifizieren können. Deutschland, Frankreich, Schweiz und Belgien traten nach dem Modus „Jeder gegen Jeden“ gegeneinander an. Gemäß den ISTAF-Statuten stellte jedes Team fünf Spieler. Für Deutschland gingen Simon Saborowski, Thomas Kaiser, Kevin Tanay, Francesco Schäfer und Gunnar Vogt an den Start. Simon, Thomas und Gunnar gewannen das erste Spiel gegen die Schweiz, das zweite Spiel gegen Frankreich ging für Francesco, Thomas und Kevin denkbar knapp verloren (12:15, 17:15, 14:16). So musste Deutschland gegen Belgien gewinnen, um sich sicher zu qualifieren und tat dies souverän – wiederum mit einer neuen Konstellation mit Kevin, Thomas und Gunnar. Da die Schweiz Frankreich deutlich besiegen konnte, schnappte sich Deutschland sogar den Gesamtsieg und freut sich nun auf eine offizielle Einladung von der ISTAF.

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Insgesamt wie immer ein hervorragend organisiertes Turnier mit Teams, die leistungstechnisch immer dichter zusammenrücken und spannende Partien auf Augenhöhe gezeigt haben. Besonders die knappen Länderspiele haben beweisen, dass mit europäische Teams auch über die Grenzen Europas hinaus zu rechnen sein kann.

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