Spielregeln

Gespielt wird auf einem Feld mit den Maßen eines Badminton-Feldes. Die Regeln entsprechen ungefähr den Volleyballregeln mit dem Unterschied, dass man statt mit den Händen, mit den Füßen spielt. Ein weiterer Unterschied ist, dass ein Spieler den Ball bis zu dreimal hintereinander spielen darf. Nach dem Service muss der Ball nach spätestens drei Ballberührungen übers Netz. Gespielt wird über zwei Gewinnsätze, jeder Satz wird bis 21 Punkte gespielt bei zwei Punkten Vorsprung und höchsten bis 25. (Stand: 2015)  Rechts finden Sie in Kürze die Varianten. Die unten aufgeführten Beispiele beschränken sich auf Regu und Doppel, da dies die in Europa gängigen Varianten sind.

Regu

Regu bezeichnet die ursprüngliche Form des Takraw, bei der sich jeweils drei Spieler gegenüberstehen. Der Ball wird durch einen Anwurf ins Spiel gebracht, ansonsten ist da Benutzen der Hände tabu. Die Regu-Variante gilt als die ursprüngliche Form des wettkampfgemäßen Sepaktakraw. In Europa finden in dieser Form seit 2002 (link Historie) Wettkämpfe statt. Die DSTV-Teams konnten bisher drei Mal Amateurweltmeister werden: 2009 und 2013 im einfachen Regu, 2014 im Team-Event, bei dem jeweils drei Regus pro Land spielen.

Doppel

Der Doppelwettbewerb unterscheidet sich vom Regu darin, dass sich jeweils zwei Spieler gegenüberstehen und dass der Anwurf von der Grundlinie aus der eigenen Hand ausgeführt wird. International wird diese Variante seit 2004 etwa auf Weltmeisterschaften ausgetragen und seitdem auch auf europäischen Turnieren. Im Doppel gelang 2008 bei den Weltmeisterschaften der bis dato größte Erfolg: der Gewinn des Amateur-Weltmeistertitels.

Hoop

Beim Hoop-Wettbewerb haben fünf Spieler 30 Minuten lang Zeit haben, den Ball in drei Reusen in ca. fünf Metern Höhe zu bugsieren und dabei verschiedene Schusstechniken zu verwenden. Nach dreimaligen Erfolg einer Schusstechnik, muss eine andere gewählt werden. Diese Variante wird in Deutschland weder trainiert, noch gespielt. Nur beim Kings Cup in Thailand versuchen sich die DSTV-Team an der traditionellen thailändischen Variante. Jeder Treffer zählt 10 Punkte. Bisherige deutsche Bestleistung gelang 2015 mit 210 Punkten.

Beach

Die Beachtakraw-Variante unterscheidet sich natürlich grundsätzlich im Untergrund. Auf Sand wird ansonsten nach den Aufschlagregeln des Doppel (aus der eigenen Hand von der Grundlinie aus) gespielt, allerdings mit vier Spielern pro Team. Die bisher einzige Begegnung mit Beachtakraw hatte der DSTV bei einem Einladungsturnier im Oman 2010, als Testveranstaltung für die Aisa-Beachgames. Nach Niederlagen gegen Oman und Iran schlug das deutsche Team überraschend Singapur mit 2:0 Sätzen.

Solo

Seit 2013 wird in Thailand die Version Solo-Takraw versucht zu etablieren, bei dem auf jeder Seite des Netzes nur ein Spieler steht und der Ball einmal pro Ballwechsel den Boden berühren darf. Die Bodenberührung darf nur vor dem ersten tatsächlichen Ballkontakt erfolgen und gilt als eine der drei möglichen Berührungen.

Chinlone

Chinlone ist eine traditionelle Takraw-Form aus Myanmar, bei der ein geflochtener Ball immer wieder zu einem Spieler in der Mitte des Kreises gespielt wird. Dieser „König“ stellt seine balltechnischen Fähigkeiten unter Beweis, ehe er den Ball wieder nach außen passt. Ursprünglich geht es hier nicht um Punkte, sondern um reine Spielfreude. Beim jährlichen Waso-Chinlone-Fest in Myanmar treffen einen Monat lang die besten Spieler des Landes zusammen und demonstrieren ihr Können. Findet das Publikum Gefallen, stecken sie den besten Spielern Geldscheine ans Trikot. Seit den Südostasien-Spielen in Myanmar 2013 wird Chinlone aus als Wettkampf gespielt. In unterschiedlichen Disziplinen bringen bestimmte Fertigkeiten Punkte (Link finden!) – und Myanmar meisten die Goldmedaille.

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Raga Tuju

Sepak Raga Tuju ist eine malaysische Spielform, bei der es um zielgenaue flache Schüsse, Ballkontrolle und Reaktionsvermögen geht.

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