Erfolgreiche DSTV Athleten beim Dragon´s Cup 2014

Am Pfingstwochenende kamen 21 Regus, 32 Doppel und 7 Damen-Doppel aus Österreich, Belgien, Frankreich, der Schweiz, England und Deutschland nach Elmshorn und spielten die Pokale in den Wettbewerben Regu Division 1 und 2, Doppel und Damen-Doppel des Dragon´s Cup 2014 aus.

Am Samstag startete das Turnier mit der Gruppenphase im Regu, dabei wurde ausgespielt, welche 8 Teams sich direkt für das Viertelfinale der Division 1 qualifizieren und welche um den Einzug ins Viertelfinale der Division 2 spielen müssen. Die Elmshorner Teams 1 – 3, Köln 1 und Kiel 1 schafften dabei die direkte Teilnahme in Div.1, während Kiel 2 und 3, Köln 2 und Elmshorn 4 und 5 in die Division 2 gelangten. Ebenso spielten in dieser Division die beiden Damen Regus aus Köln mit.

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Dort wurde zunächst eine Qualifikationsrunde gespielt, in der das erste Kölner Damen Regu (mit den Nationalspielerinnen Anne Souverein, Judith Souverein und Daruny Phomsaphao) mit einer absoluten Top-Leistung gegen Elmshorn 5 gewinnen konnte, während sich Elmshorn 4 gegen Basel 3 für das Viertelfinale Qualifizieren konnte. Dort scheiterten diese dann an Kiel 2. Im Halbfinale war dann für Kiel 2 leider Schluss, DePinte aus Belgien erwies sich als zu stark.

Köln 2 war als einer der besten Vorrunden-Dritten direkt ins Viertelfinale gesetzt und empfing dort ihre Vereinskameradinnen. Die Partie konnte Köln 2 für sich entscheiden und ins Halbfinale gegen Kiel 3 einziehen, welche sich zuvor gegen Toulouse durchsetzen konnten. In diesem Spiel hatte dann Köln 2 das bessere Ende und sicherte sich den Einzug ins Finale.

In diesem Finale zeigten die Kölner, dass sie mittlerweile wieder eine zweite Garde haben, mit der langfristig zu rechnen ist. Der erst 16-jährige Khalil Döring wurde regelmäßig gut von Ingo Sailer in Szene gesetzt, während mit einer weiteren Damen-Nationalspielerin – Katharina Phomsaphao – ein äußerst sicherer Rückhalt auf der Tekongposition agierte. Leider reichte es dennoch nicht für den Sieg, aber mit diesem Team wird in Zukunft zu rechnen sein. Dritter wurde Kiel 3, die im vereinsinternen Duell Kiel 2 besiegten.

Im Viertelfinale der Division 1 kam es direkt zum internen Elmshorner Duell 2 gegen 3. Team 3 spielte von vornherein mutig und auf einem hohen Niveau, was sichtlich Wirkung zeigte und auch den Satzgewinn sicherte. Es bahnte sich eine Sensation an, aber im Laufe des zweiten Satzes fing sich Elmshorn 2 und konnte mehr und mehr Druck aufbauen, dem die Dritte dann irgendwann nicht mehr standhalten konnte. Nach drei spannenden Sätzen konnten sich dann doch die Nationalspieler Robert Dolezik, Simon Saborowski, Tim Hellfeuer und Fian Salleh durchsetzen und zogen mit Elmshorn 2 ins Halbfinale ein. Gleichzeitig besiegte das favorisierte Elmshorn 1 (DSTV Nationalspieler Amran Salleh, Sebastian Schürmann, Christian Rieck, Trung Tran) die aus Malysia stammenden Londoner in zwei klaren Sätzen, so dass es zum reinen Elmshorner Halbfinale kam!

Fast genau dieses Duell gab es vor wenigen Monaten bereits beim ersten Euro Series Turnier in Basel. Damals hatte Elmshorn 2 das Halbfinale (und später auch das Finale) gewonnen, dieses Mal war es Elmshorn 1, das sich durchsetzen konnte und dafür sorgte, dass es seit langer Zeit mal wieder im Finale zu einem „Classico“ kam: Elmshorn 1 gegen Köln 1!

Der Weg der Kölner (ebanfalls durchweg Nationalspieler: Thomas Kaiser, Gunnar Vogt, Francesco Schäfer), startete im Viertelfinale gegen Basel 2, welches mit den jungen Gerber Brüdern und Maxi Calabro ein sehr starkes Turnier spielten, aber trotzdem verloren. Im Halbfinale folgte dann das rein deutsche Duell mit Kiel 1. Nationalmannschaftskollege Joschka Sebrantke wurde dabei von den weltklasse Footbagspielern Simon Voss und Hendrik Simon komplettiert, die mit einer souveränen Leistung die erfahrenen Spieler von Basel 1 im Viertelfinale ausschalteten.

Auch dieses Halbfinale zeigte, wie hoch das Niveau im deutschen Sepaktakraw mittlerweile ist und auch wie breit es gefächert ist. Am Ende konnten sich die Kölner in einem ansehnlichen Spiel mit 2:0 durchsetzen.

Im ersten Satz des Finales starteten die Elmshorner gut, konnten die Kölner immer wieder vor allem mit dem Aufschlag unter Druck setzen und den Satz für sich entscheiden. Im zweiten fanden Gunnar, Francesco und Thomas dann immer besser ins Spiel und zu ihrer Routine zurück. Sie setzten sich mehr und mehr ab. Bei Stand von 11:8 für die Kölner wechslete Elmshorn, Trung Tran kam für Christian Rieck. Auch er konnte an dem Satzverlust nichts mehr ändern, blieb aber im dritten Satz auf dem Feld. Auch in diesem blieb es bis Mitte des Satzes spannend, doch schließlich konnten sich die Elmshorner mit 15:9 den letzten Satz und somit den Turniersieg sichern!

Der Doppel-Wettbewerb wurde in diesem Jahr ebenfalls zunächst in Gruppen gespielt. Aus acht Vierergruppen kamen die jeweils ersten beiden Teams ins Achtelfinale.

Von den 16 dafür qualifizierten, kamen gleich 10 aus dem DSTV Gebiet, so dass es bereits in dieser Runde einige heiße innerdeutsche Duelle gab.

Schließlich konnten sich vier deutsche Doppel bis in die Halbfinals durchsetzen. Dabei spielten auf der einen Seite Amran Salleh, Christian Rieck und Trung Tran für Grün-Weiß Eimsbüttel (Hamburg) gegen Thomas Kaiser und Joschka Sebrantke (Heidelberg/Kiel) und auf der anderen Seite Robert Dolezik, Simon Saborowski und Sebastian Schürmann (Elmshorn) gegen Gunnar Vogt und Francesco Schäfer (Köln).

Dolezik/Saborowski/Schürmann waren führend in der Euro-Series und Gewinner der Swiss Open. An diesen konnten Vogt/Schäfer aber nicht teilnehmen, da Francesco berufsbedingt dort fehlte. In einem überaus sehenswerten Halbfinale setzten sich die amtierenden Europameister aus Elmshorn dann aber doch durch und warteten auf ihren Finalgegner.

Das zweite Halbfinale war vor allem für Thomas Kaiser und Christian Rieck ein besonderes, denn beide spielten von 2003-2007 gemeinsam Doppel für Köln und traten 2010 als Nationalmannschafts Doppel bei der WM an. Nun standen sie sich seit langem mal wieder gegenüber. Auch dieses Halbfinal zeigte, dass der DSTV diverse international wettbewerbsfähige Doppel stellen kann – das Niveau begeisterte Zuschauer, Spieler und Trainer. Nach zwei Sätzen setzten sich die Hamburger aber durch und fieberten auf die Revanche für das verlorene Halbfinale von Basel im März dieses Jahres.

Diese sollte gelingen, auch wenn es hätte knapper nicht sein können:

Symptomatisch war dann auch der Matchball zum 15:13 – ein Aufschlag von Amran Salleh, der an der Netzkante hängen bleibt und unerreichbar ins Feld der Elmshorner fällt.

Schließlich gab es erstmals in der Geschichte einen Doppel-Wettbewerb nur für Damen-Teams. Dabei spielten Belgische, Österreichische, Schweizer und Deutsche Doppel zunächst eine Vorrunde, aus der sich dann die Halbfinals ergaben. So kam es, dass sich im einen Halbfinale die Damen aus Österreich (Graz) gegen Belgien (DePinte) durchsetzten, während das andere Halbfinale ein rein deutsches war. Die Kölnerinnen Anne und Judith Souverein spielten gegen die Kombination aus der Elmshornerin Sadiah Salleh und der Kölnerin Daruny Phomsaphao. In einem sehr ansehnlichen Spiel hatten die Souvereins nach drei knappen Sätzen das bessere Ende für sich, so dass sie ins Finale gegen Graz einzogen. Auch dieses Spiel war denkbar knapp, aber auch hier hatten die Kölner Schwestern am Ende die Nase vorn und holten sich den Titel im erstmals ausgetragenen Frauen Doppel Wettbewerb.

Drei von vier Siegern, sechs von acht Halbfinalteilnehmern und 13 von 16 Viertelfinalteilnehmern wurden vom DSTV gestellt – eine durchaus sehenswerte Bilanz für den Deutschen Sepaktakraw Verband und eine vielversprechende Bilanz ca. zwei Monate vor der diesjährigen WM!