Elmshorn Dragons räumen bei den Belgium Open ab

Downtown De Pinte, die Reklametafel neben der exquisiten Pommesbude wies in leuchtenden Buchstaben darauf hin, was los war an diesem frühherbstlichen Wochenende (25-26.10) in der belgischen Provinz: Belgium Open im Sepaktakraw. Zum dritten Mal wurden nicht fern der Fritteuse fünf Netze gespannt und  15 Mannschaften begrüßt, die sich zwei Tage lang den geflochtenen Ball um die Ohren traten. Besonders gut machten es dabei die weitgereisten Elmshorn Dragons. Und auch die Drachen, die es nicht so gut machten, wurden mit einem Titel belohnt. Aber der Reihe nach.

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Regu: Vorrunde
Drei Gruppen à 5 Regus, die beiden Top-Teams der jeweiligen Gruppen qualifizierten sich für die Division A, die in 2 Dreiergruppen den Sieger ermittelten. Die übrigen Teams spielten in Division B den Gewinner aus.

Köln 1 musste Thomas Kaiser durch den jungen Khalil Döring ersetzen und spielte in ganz neuer Konstellation und Taktik. Ein Satzverlust gegen Basel  1, die sich als Gruppenzweiter für die Div. A qualifizierten, blieb der einzige Vorrunden-Makel.  Ganz anders erging es den Mitfavoriten von Elmshorn 2, die sich nach Niederlagen gegen Straßburg 1 und Belgien 1 unerwartet in Div. B wiederfanden.  Mit Kiel und Elmshorn 1 kamen jedoch noch zwei weitere DSTV-Teams weiter.

Zwischen-Runde Div. A
Elmshorn 1 hatte es in der Zwischenrunde mit Straßburg und Basel zu tun, wechselte zwischendurch immer wieder Nationalspielerin Sadiah Salleh ein und ließ auch in dieser Konstellation beiden Teams keine Chance.  Straßburg 1 untermauerte mal wieder, dass sie das Zeug dazu haben, die deutsche Phalanx zu durchbrechen und zog ebenso ins Halbfinale ein. In der Parallel-Gruppe siegte Köln knapp gegen Kiel und dezimierte Belgier, bei denen sich Seppe Dejonckheere schwer an der Schulter verletzte – eine Schwächung, die auch gegen Kiel nicht zu kompensieren war.

Finalspiele Div. A
Im Halbfinale hatte es Elmshorn 1 wieder mit Kiel zu tun und ließ keine Zweifel über die hohe Favoritenrolle aufkommen, während Köln 1 seine Serie von Überraschungssiegen gegen Straßburg knapp fortsetzte. Etwas unerwartet aufgrund von Verletzungen und neuer Team-Taktik auf Kölner Seite kam es dann doch wieder zum Klassiker im Endspiel, in dem Elmshorn dann doch der Favoritenrolle gerecht wurde. Dank Sadiah Salleh kann hier erstmals über eine Siegerin in der höchsten Takraw-Klasse berichtet werden. Den dritten Platz erspielte sich Straßburg 1 gegen Kiel.


Div. B
Elmshorn 2 zeigte in der Folge, dass das Abrutschen in Div. B nur ein Ausrutscher war. Im vereinsinternen Duell mit Elmshorn 3 ging zwar der erste Satz verloren, danach zeigten Simon Saborowski und Co. dann doch ihre Klasse. Den dritten Platz holten sich die Kölner Frauen in drei Sätzen gegen Straßburg 2 mit den Nationalspielern Radoslav Rusev und Guillaume Houchard.

Div. A
1. Elmshorn 1 (Christian Rieck, Amran Salleh, Sadiah Salleh, Sebastian Schürmann)
2. Köln 1 (Gunnar Vogt, Francesco Schäfer, Khalil Döring)
3. Straßburg (Mathieu, Louis, Noi)
4. Kiel (Simon Voss, Joschka Sebrantke, Fabian Vollstedt, Marco Müller)

Div. B
1. Elmshorn 2 (Simon Saborowski, Robert Dolezik, Tim Hellfeuer, Erik Möller)
2. Elmshorn 3 (Kevin Tanay, Aladdin Sharif, Salem Salleh, Sven Schlüter)
3. Köln 2 (Judith Souverein, Anne Souverein, Daruny Phomsaphao)
4. Strasburg 2

Doppel
Die Doppelkonkurrenz startete in Dreiergruppen, in denen sich nur die Erstplatzierten direkt für das Viertelfinale qualifizierten. Die Mitfavoriten von Elmshorn 1 (Saborowski ,Dolezik & Schürmann) erwischten direkt ein schweres Los und schieden gegen Kiel (Voss /Sebrantke) vorzeitig aus. Die Kieler mussten sich erst im Halbfinale dem Hamburger Duo von GW Eimsbüttel (Rieck,A.Salleh & Hellfeuer) geschlagen geben, konnten den Favoriten aber einen Satz abtrotzen. Im anderen Halbfinale standen sich Köln, die verletzungsbedingt auf Gunnar Vogt verzichten mussten, und Straßburg (Mathieu/Louis) gegenüber.  Köln (Schäfer/Döring) nahmen die ungewohnte Rolle des Underdogs an und siegten überraschend glatt in zwei Sätzen. Auch im ersten Satz gegen GW Eimsbüttel waren die beiden ganz kurz vor dem Satzgewinn. Der unglückliche Satzverlust und schwindende Kräfte ließen die beiden aber nicht mehr zurück ins Spiel kommen und der Sieg ging verdient an die Norddeutschen.

1. GWE
2. Köln 1
3. Kiel
4. Straßburg 1

Am 29./30. November trifft sich der Takraw-Tross ein letztes Mal in diesem Jahr beim alt-ehrwürdigen Cologne Chicken’s Cup