Deutschland holt Gold beim Kings Cup

Zusammenfassung: DSTV-Team ist (Amateur-)Weltmeister und zeigt in allen Disziplinen ansprechende Leistungen

22. – 26. September: Kings Cup in Udon Thani, Nord-Thailand

Zum ersten Mal war Udon Thani Austragungsort einer Sepaktakraw-Weltmeisterschaft. Die Stadt nahe der laotischen Grenze zeigte sich als hervorragender Gastgeber, und der Enthusiasmus für den hier gut verbreiteten Sport schlug sich im Interesse vor Ort nieder; sprich: volles Haus im Central Plaza, wo sich die besten Teams der Welt – und die einmal werden wollen – zum Wettkampf trafen.

Hoop
Für das deutsche Team begann das Turnier mit einer traditionellen Variante, dem Hoop-Event, bei dem der Ball von fünf Spielern möglichst oft innerhalb von 30 Minuten in drei Reusen befördert werden soll – und das mit unterschiedlicher Schusstechnik. Eine Disziplin, die wir in Europa gar nicht üben. Mit 12 Treffern kam das deutsche Team zwar nicht an die seine WM-Bestleistung heran, konnte aber immerhin Frankreich, Taiwan und Brasilien hinter sich lassen und kam knapp an Singapur heran. Für Deutschland spielten: Die Top-Scorer Joschka Sebrantke und Thomas Kaiser, Simon Saborowski, Debütant Fabian Vollstedt und Überraschungsgast Klaus Oepen sowie Gunnar Vogt als Einwechselspieler.

Double
Christian Rieck, Trung Tran und Simon Saborowski hatten das Glück, sich vor dem Turnier drei Tage lang in Hanoi mit der Vietnamesischen Damen-Nationalmannschaft auf ihren Auftritt in Division 1 vorbereiten zu können. Im ersten Spiel steckten die Trainingseinheiten noch ziemlich in den Knochen und Gegner Laos erwies sich als einfach zu stark. Doch Christian und Trung steigerten sich, holten gegen China einen Satz und waren gegen den hohen Favoriten nahe an einer Sensation. Gegen Iran steigerte sich das deutsche Duo sogar bis zum Höhepunkt: dem Sieg gegen den Lieblingsgegner, der dann auch den Verbleib in Division 1 bedeutete. Den titel sicherte sich Vietnam mit einem 3:1 Satz-Sieg gegen Laos.

Die Top-Doppel von Deutschland und Laos nach dem Spiel friedlich vereint

Die Top-Doppel von Deutschland und Laos nach dem Spiel friedlich vereint

Ergebnisse im Überblick:

GER – Laos: 8-15,13-15,7-15
China – GER: 12-15,15-6,15-13,15-11
GER – Iran: 15-11,12-15,15-8,13-15,15-12

Regu
Im Regu trat Deutschland in Division 2 mit den Kölnern Francesco schäfer, Thomas Kaiser und Gunnar Vogt sowie mit den Elmshornern Sebastian Schürmann und Simon Saborowski an. Gegen Bangladesch kamen alle Spieler zum Einsatz und konnten sich schon einmal warmspielen für das folgende Match gegen die Australier, die sich in den vergangenen zwei Jahren immer weiter entwickelt haben. Deutschland trat gegen den stärksten Gruppengegner in der eingespielten Kölner Konstellation an. Ein deutlicher Sieg, der belegte, das den jungen Australiern nur noch die nötige Matchpraxis fehtl, um in Zukunft um den Titel mitzuspielen. Die übrigen Gruppenspiele gegen Nepal und Macau waren Formsache, ehe im Halbfinale eine wegen ihrer unorthodoxen Spielweise unbeliebter Gegner wartete: Brasilien. Nach guten Auftakt wurde es das ertwartet zähe Spiel, das nach Abwehr von Satzbällen in Durchgang zwei letztlich doch souverän gewonnen werden konnte. Im Finale machte es sich Deutschland gegen Chinese Taipeh selbst schwer, ließ Schwächen im Aufbau erkennen und musste erstmals zwei Sätze abgeben. Letztlich belohnte sich das Team aber doch noch und errang knapp aber verdient die Goldmedaille – vier Jahre nach dem Titelgewinn gegen die USA.

Ergebnisse im Überblick:

GER – Bangladesh: 15-5,15-6,15-5
Australien – GER: 10-15,11-15,5-15
GER – Nepal: 15-7,15-10,15-9
Macau – GER: 4-15,4-15,7-15

Halbfinale:
GER – Brasilien: 15-5,17-15,16-14

Finale:
GER – Chinese Taipeh: 15-11,14-16,15-9,13-15,15-12

Team Event
Neben dem deustchen Regu bildeten Sebastian Schürmann, Christian Rieck, Trung Tran (Elmshorn) sowie Simon Sabrowoski (Elmshorn), Joschka Sebrantke, Fabian Vollstedt (Kiel) die weiteren Regus für den Team-Event. Der Auftaktgegner hieß Brunei, das mit einem starken Regu gegen Sebastian, Christian und Trung souverän gewann. Joschka, Fabian und Simon, die in dieser Zusammensetzung erstmalig spielten, unterlagen deutlich Bruneis zweiter Mannschaft, ehe auch das Kölner regu knapp unterlag. Besser machte es das deutsche Team gegen Laos. Francesco, Thomas und Gunnar hielten gut mit, unterlagen aber knapp. Dem Elmhorner Regu gelang sogar ein deutlicher Sieg. Auch wenn dieser nichts mehr am Gesamtsieg änderte, zeigte er doch, dass der Abstand zu deutlich professionelleren Mannschaften nicht mehr so groß ist.

Ergebnisse im Überblick:
Brunei – GER: (15-8,15-9)(15-4,15-6)(15-13,15-11)
GER – Laos: (11-15,9-15)(3-15,6-15)(15-5,15-13)

Den Titel gewannen die Phillipinen gegen Brunei

Fazit: Gold im Regu, Klassenerhalt in der starken Doppelkonkurrenz von Division 1 und eine geschlossene Mansnchaftsleistung mit einigen Teilerfolgen. Die Super-Stimmung in Udon Thani hat einen großen Teil zu den tollen Leistungen der deutschen Equipe beigetragen. Hier gibt es alle Ergebnisse der Veranstaltung:

Kings Cup Resultate

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